Warnemünde – Lange Nacht der Wissenschaften Rostock

Richard-Wagner-Str. 31 (Warnemünde)

Hochschule Wismar / Bereich Seefahrt, Maritimes Simulationszentrum Warnemünde (MSCW)

Nutzung eines Manöverassistenzsystems in engen Fahrwassern

Raum MSCW, Ship-Handling-Simulator, Brücke 1
Zeit 18:00 – 18:20 Uhr + 19:00 – 19:20 Uhr + 20:00 – 20:20 Uhr + 21:00 – 21:20 Uhr (Dauer: 20 min)
nicht für Kinder geeignet

Das Manövrieren von Schiffen beginnt immer mit der strategischen Planung von Steuersequenzen durch die nautischen Offiziere. Diese Steuersequenzen werden in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen auf der Basis von Erfahrungen und Ausbildung bzw. der individuellen mentalen Vorstellung über die Wirkungsweise der Steuerorgane gewählt werden. Zu einem hohen Prozentsatz reichen diese Fähigkeiten aus, um gefahrlos in den dafür ausgewiesenen Fahrwasser zu manövrieren. Das damit erlernte Sicherheitsempfinden ist trügerisch, denn bei widrigen Umweltbedingungen ist die mentale, von linearen Abläufen geprägte Vorstellungskraft zu den zukünftig ablaufenden physikalischen Prozessen und deren Variationen zumeist nicht ausreichend, um alle Facetten des Manövrierens vorhersehen zu können. Die erworbenen Erfahrungen können nicht mehr angewendet werden. Aus diesem Grund werden in solchen Situationen die Stellorgane des Schiffes mit äußerster Vorsicht und schon gar nicht gleichzeitig kombiniert, um deren Wirkungsweise erkennen zu können. Diese Art der Verfahrensweise kostet im laufenden Schiffsbetrieb Zeit und bietet bei Fehleinschätzung wenig Spielraum für Korrekturen. Zur Assistenz des Manövrierens wurde deshalb von dem Institut für Innovative Schiffs-Simulation und Maritime Systeme des Bereiches Seefahrt der Hochschule Wismar eine Software zur Manöverdurchführung bzw. zur Planung in engen Fahrwassern entwickelt. Die Manöver werden mit Hilfe von hochdynamischen Schiffsmodellen geplant, können ohne das reale Schiff benutzen zu müssen trainiert werden und können beim Manövrieren während des Trainierens als auch an Bord als Leitpfad angezeigt werden. Durch den einfachen Soll/Ist-Vergleich mit der aktuellen Bahnvorhersage kann dann genauer und systematischer die manuelle Steuerung erfolgen. Durch die Nutzung der Manöverplanung werden Manöverstrategien und deren mögliche Variationen sichtbar gemacht, so dass im Vorfeld die Durchführbarkeit gestestet werden kann. Diese Art der Manövervorbereitung schafft Sicherheit und hilft Ressourcen des Schiffes zu schonen. Dem Besucher wird in mehreren Etappen die Planung von Schiffsmanövern erklärt und die Nutzung am Beispiel eines Fährschiffes auf der 360° Brückes des Maritimen Simulationszentrums veranschaulicht.

Präsentation | Dr.-Ing. Michael Gluch

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Richard-Wagner-Str. 31 (Warnemünde)

Hochschule Wismar / Bereich Seefahrt, Maritimes Simulationszentrum Warnemünde (MSCW)

Demonstration des Seegangsverhaltens bei unterschiedlichen Tiefgängen in Anlehnung an Forschungsarbeiten

Raum MSCW, Ship-Handling-Simulator, Brücke 2
Zeit 18:20 – 18:40 Uhr + 19:20 – 19:40 Uhr + 20:20 – 20:40 Uhr + 21:20 – 21:40 Uhr (Dauer: 20 min)
nicht für Kinder geeignet

Die Vorhersage gesteuerter Schiffsbewegungen erfordert traditionell einen besonders hohen Modellierungsaufwand, wenn unterschiedliche Schwimmlagen des Schiffes berücksichtigt werden sollen. Am Bereich Seefahrt wurde erstmalig eine Lösung erarbeitet, die Einflüsse unterschiedlicher Trimmlagen und Tiefgänge auf das Manövrier- und Bewegungsverhalten mit einem Modell zu ermöglichen. Auf der Brücke 2 im Ship-Handling-Simulator werden die Einflüsse unterschiedlicher Schwimmlagen auf das Bewegungsverhalten von Schiffen beispielhaft demonstriert. Gleichzeitig werden aktuelle Entwicklungsstände der Bahnvorhersagen gezeigt und zukünftige Optimierungskonzepte vorgestellt.

Präsentation | Sebastian Klaes, Gerd Milbradt

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Richard-Wagner-Str. 31 (Warnemünde)

Hochschule Wismar / Bereich Seefahrt, Maritimes Simulationszentrum Warnemünde (MSCW)

Umweltfreundliches Manövrieren von Schiffen – ein simulationsgestütztes Konzept für die Zukunft (MEmBran)

Raum MSCW, Ship-Engine-Simulator
Zeit 18:40 – 19:00 Uhr + 19:40 – 20:00 Uhr + 20:40 – 21:00 Uhr + 21:40 – 22:00 Uhr (Dauer: 20 min)
nicht für Kinder geeignet

Die Seefahrt steht vor der großen Herausforderung, insbesondere in den küstennahen Gebieten Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung zu ergreifen. Während in der Industrie nach technischen Lösungen zur innermotorischen Schadstoffreduzierung und Abgasnachbehandlung geforscht wird, verfolgt der Bereich Seefahrt den Ansatz die beim Manövrieren entstehenden Emissionen vorherzusagen. Ziel ist es der Schiffsführung ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem möglichst umweltfreundliche Manöverstrategien entwickelt werden können. Im Schiffsmaschinensimulator des Maritimen Simulationszentrums werden Funktionsweise und Regelungen eines Schiffsmotors dargelegt. Brennstoffverbräuche und Emissionen sollen basierend auf realen Manöverdaten aufgezeigt werden.

Präsentation | Georg Finger, Tino Riebe

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Die Lange Nacht der Wissenschaften wird präsentiert von: